Die Preisträger der 46. GOLDENEN KAMERA - Renée Zellweger

Renée Zellweger wuchs in einer Vorstadt von Houston, Texas auf. Während ihrer Zeit an der Universität Texas entdeckte sie rasch ihre Liebe zum Theater und zur Schauspielerei. Schon für ihr Leinwanddebüt "Love and a .45" im Jahr 1994 erhielt sie auf Filmfestivals überaus positive Reaktionen. Ihr internationaler Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten. Das Publikum auf der ganzen Welt liebte sie als Dorothy Boyd neben Tom Cruise in "Jerry Maguire". Buchstäblich über Nacht wurde sie zu einer der gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods.

In den vielen folgenden Rollen bewies Renée Zellweger stets ihre beeindruckende Vielseitigkeit und wurde binnen weniger Jahre zu einer der größten Schauspielerinnen der internationalen Filmwelt. Mit ihrem Auftritt in der Komödie "Nurse Betty" aus dem Jahr 2001 gewann sie die Herzen des Publikums endgültig für sich. Ihre Darstellung der traumatisierten, fernsehsüchtigen Kellnerin brachte ihr den ersten Golden Globe ein. Mit ihrer Rolle als Kalorien zählende, frustrierte Karrierefrau in "Bridget Jones" setzte Renée Zellweger ihren bemerkenswerten Siegeszug fort und erhielt zahllose weitere Nominierungen, darunter ihre erste für den Oscar. Viele Frauen konnten sich mit Bridget Jones identifizieren, einer Figur, die Zellweger so authentisch, überzeugend und natürlich spielte wie all ihre Rollen.

Eine völlig andere Seite zeigte sie als Showgirl Roxie in dem Musical "Chicago". Dafür wurde Zellweger mit Nominierungen geradezu überschüttet und erhielt kurz darauf ihren zweiten Golden Globe. Ihren dritten Golden Globe bekam Renée Zellweger für den Film "Unterwegs nach Cold Mountain", der ihr auch den Oscar als beste Nebendarstellerin bescherte. Ihre hoch gelobte Darstellung der furchtlosen, dynamischen Ruby stellte die anderen Hauptcharaktere des Films beinahe in den Schatten.

2010 schlüpfte Renée Zellweger in die Rolle der kontrollierten, aber dennoch verletzlichen Sozialarbeiterin Emily Jenkins, der Hauptfigur in dem so subtilen wie raffinierten Psychothriller "Fall 39". Zwar weist der Film einige blutige Effekte auf, der Horror jedoch basiert auf nur angedeuteten Bildern zwischen Fantasie und Wahnsinn. Zellweger spielte auch in mehreren anderen aktuellen Filmen, darunter "My Own Love Song" und "My One and Only". All diese Filme leben von Renée Zellwegers herausragendem schauspielerischem Talent und sind gute Beispiele für ihre immense Wandlungsfähigkeit.

Laudatio: Christine Neubauer

Foto © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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