Diane Kruger stammt aus Algermissen (bei Hildesheim), wurde mit 15 Jahren als Model entdeckt und hat es innerhalb weniger Jahre zu einer der ganz großen Hollywoodstars geschafft.
Die Preisträger der 45. GOLDENEN KAMERA - Diane Kruger
Ihre Karriere klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein. 1978 in der Nähe von Hildesheim geboren, begann Diane Kruger bereits als Kind eine Tanzausbildung in London. Als sie aufgrund einer Knieverletzung ihren Traum, Tänzerin zu werden, aufgeben musste, kehrte sie nach Deutschland zurück und erreichte im Alter von 15 Jahren das Finale des "Look of the Year"-Wettbewerbs einer internationalen Modelagentur. Sie ging nach Paris und startete ihre erfolgreiche Karriere als Model auf den Titelseiten der großen Lifestyle-Magazine. Was für unzählige junge Frauen die Erfüllung eines Lebenstraums darstellen würde, war für Kruger lediglich eine Zwischenstation. Sie besuchte in Paris eine Schauspielschule und beendete diese 2002 als Jahrgangsbeste.
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits für ihr Leinwanddebüt in dem Drama "Mon Idole" erhielt sie eine Nominierung für den wichtigsten französischen Filmpreis "César". Wolfgang Petersen wurde auf sie aufmerksam, als er seine Verfilmung des Epos "Troja" (2004) vorbereitete. Unter mehr als 3000 Bewerberinnen wählte er sie als Besetzung für Helena, die schönste Frau der Antike, aus und überzeugte die Produzenten in Hollywood von dem bis dahin unbekannten Talent. Petersen lag richtig und legte damit den Grundstein für den unaufhaltsamen Aufstieg von Diane Kruger zur international gefragten und anerkannten Schauspielerin. Nach weiteren Hollywood-Produktionen (u. a. "Das Vermächtnis der Tempelritter", 2004) drehte Kruger 2005 die europäische Koproduktion "Merry Christmas" und nahm für die Rolle einer deutschen Opernsängerin zwei Monate Gesangsunterricht.
Mit ihrem zurückhaltenden, unaufdringlichen Spiel, immer ein wenig geheimnisvoll, begeistert sie das Publikum. Als ihr Quentin Tarantino eine Rolle in seinem erfolgreichen Kriegsfilm "Inglourious Basterds" (siehe Foto) anbot, war sie nach eigenen Angaben überrascht – war dieser Film doch anders als ihre bisherigen Arbeiten und gab ihr die Möglichkeit, sich in ihrer Rolle als deutscher Ufa-Star Bridget von Hammersmark von Stereotypen zu lösen und von ihrer extrovertierten Seite zu zeigen. Es ist fast unnötig zu erwähnen, dass sie auch damit ernormen Erfolg hat.